Mauthausen

Gedenken an die Opfer der Novemberprogrome 1938

09.11.2022

Die Geschichte des Hauses in der Argentinierstraße 13

Gedenken an die Opfer der Novemberprogrome 1938
Mauthausen Memorial

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen gedenkt den Opfern der Novemberpogrome von 1938, bei welcher hunderte jüdische Familien, Synagogen und Wohnungen einem organisierten Gewaltakt nationalsozialistischer Organisationen und Zivilist*innen ausgesetzt waren.

Eines der Ziele der Gedenkstätte ist es, das Interesse für die Geschichte und die Auseinandersetzung mit ihr zu wecken. Seit 2018 gibt es mit der Argentinierstraße 13 in Wien einen neuen Standort für Forschung, Sammlung und Archiv. In diesem Sinne wurde begonnen, die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner*innen während der NS-Zeit zu recherchieren.

Auch für das Haus mit der Adresse Argentinierstraße 13 und für einige jener Menschen, die mit ihm verbunden waren, hatte der Nationalsozialismus schwerwiegende Folgen. Einer von ihnen war der Hausverwalter Max Neustadtl. Er konnte zunächst mit seiner Familie nach Frankreich flüchten. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen wurde die Familie 1942 inhaftiert. Seine Frau und sein Sohn überlebten die nationalsozialistische Verfolgung. Max Neustadtl wurde jedoch 1943 von Frankreich aus in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und dort ermordet.

Zur Erinnerung an die Grausamkeiten der Novemberpogrome und im Gedenken an den ermordeten Max Neustadtl und auch an jene Bewohner*innen, die flüchten mussten, hat die KZ-Gedenkstätte Mauthausen gemeinsam mit dem Verein „Steine des Gedenkens für die Opfer der Shoa“ am Gehsteig vor dem Haus einen Gedenkstein verlegen lassen.

Das Projekt wurde mit freundlicher Unterstützung des Nationalfonds der Republik Österreich und des Zukunftsfonds der Republik Österreich umgesetzt.

Weitere Informationen zur Geschichte des Hauses können hier nachgelesen werden.