Mauthausen-Studien 1: Pierre Serge Choumoff

Als erster Band erschien in der Schriftenreihe "Mauthausen-Studien" das Buch "Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas auf österreichischem Gebiet 1940-1945" von Pierre Serge Choumoff.

Der Mauthausen-Überlebende Pierre Serge Choumoff präsentierte in diesem Band die Ergebnisse seiner jahrzehntelangen Recherchen nach Dokumenten, welche – wie der Titel des Buches zum Ausdruck bringt – die Massentötungen durch Giftgas des nationalsozialistischen Terrorregimes auf dem Gebiet der heutigen Republik Österreich beweisen. Das Eindringen revisionistischer Geschichtsklitterungen in den öffentlichen Diskurs bei gleichzeitigem Schweigen der Historiker, auch in Frankreich, waren dem Autor Impetus, diese Studien durchzuführen. Die von ihm gesammelten Dokumente sowie deren Auswertung lassen Lügen oder Zweifeln keinen Raum.

Das Buch widmet sich in präzisen Ausführungen den Morden durch Giftgas in der Gaskammer des Konzentrationslagers Mauthausen, im Außenlager Gusen, in dem zwischen diesen beiden Lagern pendelnden Gaswagen und in der von den Nationalsozialisten unter dem Namen „Häftlingssanatorium Dachau“ getarnten „Euthanasieanstalt“ Schloss Hartheim.

Pierre Serge Choumoff kam in den hier vorliegenden Studien zu der Schlussfolgerung, dass in Mauthausen, Gusen und Hartheim mindestens 35.000 Menschen mittels Giftgas ermordet wurden.

Der Autor wurde 1921 in Paris geboren. Wegen Betätigung im Widerstand verhaftete ihn die deutschen Besatzer 1942, er wurde nach Mauthausen und Gusen deportiert. Seit 1968 beschäftigte er sich unermüdlich mit dem hier behandelten Themenbereich und war darüber hinaus in der Kommission für Geschichte der französischen Amicale und als Vizepräsident im Internationalen Mauthausenkomitee engagiert. Er starb 2012 in Paris.

Die französischsprachige Ausgabe erschien als Band 1b unter dem Titel "Les Assasinats Nationaux-Socialistes par Gaz en Territoire Autrichien 1940-1945".