Gusen

Das Konzentrationslager Gusen

Das Konzentrationslager Gusen wurde ab Dezember 1939 von Häftlingen des KZ Mauthausen errichtet. Ab Mai 1940 existierte es als Zweiglager des Konzentrationslagers Mauthausen.

Das Konzentrationslager Gusen
Schutzhaftlager Gusen I im Bau, Frühjahr 1940 (Museu d’Història de Catalunya, Barcelona: Fons Amical de Mauthausen)

Die Gefangenen wurden von der SS-eigenen Firma „Deutsche Erd- und Steinwerke“ zur Arbeit in den Steinbrüchen eingesetzt. Ab Anfang 1943 mussten Tausende Sklavenarbeit für Rüstungsfirmen wie Steyr-Daimler-Puch und Messerschmitt leisten. Im benachbarten St. Georgen an der Gusen errichteten Gefangene des KZ Gusen II eine der größten unterirdischen Rüstungsfabriken im Deutschen Reich. Für den Bau einer Großbäckerei wurde Ende 1944 das Außenlager Gusen III eingerichtet.

Von den zumindest 71.000 Gefangenen aus mindestens 27 Nationen, die dort bis zur Befreiung des Lagers im Mai 1945 inhaftiert waren, kam mehr als die Hälfte zu Tode.

Das Lager wurde in den Jahren nach der Befreiung weitgehend zerstört. Heute finden sich in der Region nur mehr verstreute bauliche Überreste. Der Virtuelle Guide hilft dabei, sie aufzuspüren und stellt sie in ihrem historischen Kontext dar.

 

 

Der Virtuelle Guide

Der Virtuelle Guide stellt den regionalen Einflussbereich des ehemaligen Konzentrationslagers Gusen dar. Um zum Guide zu gelangen klicken sie hier: