Die Zwangsarbeit für die Steyr-Daimler-Puch AG.

Lodovico Barbiano di Belgiojoso: “Gusen nella Härterei, il Prof. Heim, Albert Carion [Gusen, in der Härterei]“, o. J. Lodovico Barbiano di Belgiojoso musste in Gusen für die SDP Zwangsarbeit leisten. Die Zeichnung zeigt seine Mitgefangenen Roger Heim, Dozent für Naturgeschichte an der Sorbonne, und Albert Carion, ein belgischer Radrennfahrer. (A.N.E.D., Mailand)Lodovico Barbiano di Belgiojoso: “Gusen nella Härterei, il Prof. Heim, Albert Carion [Gusen, in der Härterei]“, o. J. Lodovico Barbiano di Belgiojoso musste in Gusen für die SDP Zwangsarbeit leisten. Die Zeichnung zeigt seine Mitgefangenen Roger Heim, Dozent für Naturgeschichte an der Sorbonne, und Albert Carion, ein belgischer Radrennfahrer. (A.N.E.D., Mailand)Die SS-Führung erkannte im Frühjahr 1942 die – im Sinne einer optimierten Ausnutzung der Arbeitskraft der KZ-Häftlinge – Zweckmäßigkeit von Verbesserungen der Lebensbedingungen in den Konzentrationslagern. Tatsächlich wirkte sich erst das Interesse der Rüstungsunternehmen an qualifizierten arbeitsfähigen KZ-Häftlingen auf den Lageralltag aus. 

Bericht des luxemburgischen Häftlings Eugen Thomé:

"Das Steyrkommando entwickelte sich zum besten Lagerkommando. Jeden Monat erhielten die Häftlinge von den Steyrwerken Marken für Zigaretten. Dies wirkte sich auf den Reichtum der Steyrblöcke und ihrer Könige, der Blockältesten und Blockschreiber aus. Das Schuhwerk durfte auch innerhalb des Blockes getragen werden. Die Kaffee- und Suppenverteilung erfolgte in den Stuben. Die alltägliche Lauskontrolle verlor an Grausamkeit. Das Totprügeln wurde seltener." 

Zitiert in: Amicale de Mauthausen [Hg.]: Letzeburger zu Mauthausen. Luxembourg: 1970²