Steinbrecher

Steinbrecher, Zustand 2004 (KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Sammlungen)Steinbrecher, Zustand 2004 (KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Sammlungen)Nach dem Ausbau der Infrastruktur für den Betrieb des beim Stammlager Mauthausen gelegenen Steinbruchs „Wiener Graben“ nahm die SS-eigene Betreiberfirma "Deutsche Erd- und Steinwerke Ges.m.b.H." (DESt) den Ausbau der rund um das Lager Gusen I gelegenen Steinbrüche in Angriff. 

Im „Wienergraben“ waren die KZ-Häftlinge 1938/1939 in der Mehrzahl bei der Errichtung von Straßen und Betriebsgebäuden eingesetzt. Ab 1940 richtete die DESt das Augenmerk auf die Erschließung der Steinbrüche in Gusen. Dort wurden durch die schonungslose Ausbeutung der Arbeitskraft von KZ-Häftlingen unter anderem Straßen, Steinbrecher, Zustand 2001 (KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Sammlungen)Steinbrecher, Zustand 2001 (KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Sammlungen)Schienen und Steinmetzhallen für den Betrieb des riesigen Steinbruchkomplexes errichtet. Der Bau der Schotterbrechanlage für die Gusener Brüche wurde im Herbst 1941 begonnen, die Inbetriebnahme erfolgte 1943.

Einhergehend mit dem Ausbau der Infrastruktur wuchs auch der Umsatz der DESt stark an: War dieser 1941 noch bei etwa 1,5 Millionen Reichsmark gelegen, so lag er 1943 bereits bei 3,0 Millionen Reichsmark; 1944 wurde, einschließlich der Erlöse aus den Kooperationen mit der Rüstungsindustrie, ein Umsatz von ca. 11,0 Millionen Reichsmark erzielt.