Mauthausen-Memorial-Forschungspreis

Im September 2018 schüttet die KZ-Gedenkstätte Mauthausen erstmals den Mauthausen-Memorial-Forschungspreis aus. Der Preis wird für hervorragende Forschungsleistungen zur Geschichte des KZ-Komplexes Mauthausen und damit verbundener Themen vergeben. Er ist mit 5.000 Euro dotiert und kann auf zwei PreisträgerInnen aufgeteilt werden.

Mauthausen-Memorial-Forschungspreis
(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Stephan Matyus)

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen, die seit 1. Jänner 2017 eine Bundesanstalt öffentlichen Rechts ist, will mit der Ausschüttung dieses Preises Forschungen zur Geschichte der nationalsozialistischen Lager in Österreich anregen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Förderung der Nachwuchsforschung gelegt. Mit den Mauthausen-Studien, der Schriftenreihe der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, besteht darüber hinaus eine Publikationsplattform, in der besonders förderungswürdige Arbeiten veröffentlicht werden können.

Mit dem Mauthausen-Memorial-Forschungspreis fördert die KZ-Gedenkstätte Mauthausen Forschungsarbeiten zu folgenden Themen:

  • Forschungen zur Geschichte des KZ Mauthausen, des Zweiglagers Gusen und aller Außenlager des KZ Mauthausen
  • Forschungen zur Geschichte der Außenlager des KZ Dachau auf heutigem österreichischem Staatsgebiet
  • Interdisziplinäre Forschungen zu allen NS-zeitlichen Typen von „Lagern“, die mit der Geschichte des KZ-Komplexes Mauthausen verbunden sind, wie zu Vernichtungslagern, „Arbeitserziehungslagern“, „Zwangsarbeiterlagern“, „Zwangsarbeitslagern für Juden“, Gestapo-Lagern, Polizeihaftlagern oder Kriegsgefangenenlagern
  • Forschungen zu Institutionen, die in Zusammenhang mit dem KZ Mauthausen standen, z.B. zur Geschichte des Strafvollzugs im Nationalsozialismus
  • Biografische und kollektivbiografische Untersuchungen zu Personen oder Personengruppen, die in Zusammenhang mit der Geschichte des KZ-Komplexes Mauthausen stehen, bspw. zu „Häftlingsgruppen“ der nationalsozialistischen Konzentrationslager
  • Forschungen zur Gedenkkultur und Nachgeschichte des KZ Mauthausen


​Manuskripte von Forschungsarbeiten zu den genannten Themen sollten möglichst unveröffentlicht sein bzw. darf die Veröffentlichung bei Einreichung nicht mehr als drei Jahre zurückliegen. Die Einreichung von akademischen Qualifikationsarbeiten ist erwünscht. Die Manuskripte sind in elektronischer Form bis 31. Mai 2018 zusammen mit einem Lebenslauf und einem Abstract (max. 500 Wörter) an forschungspreis@mauthausen-memorial.org zu senden. Einreichungen sind in allen Sprachen möglich; bei Manuskripten in anderen Sprachen als Deutsch oder Englisch ist eine ausführliche deutsche oder englische Zusammenfassung von ca. 5.000 Wörtern beizulegen, die der Bewertung der Einreichung zugrunde liegt. Alle Einsendungen werden von einer Jury begutachtet. Die Preisverleihung erfolgt im September 2018.

Jurymitglieder:

Barbara Glück, Direktorin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen
Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau
Monika Kokalj Kočevar, National Museum of Contemporary History Slovenia
Andreas Kranebitter, Leiter der Forschungsstelle der KZ-Gedenkstätte Mauthausen   
Bertrand Perz, Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates der KZ-Gedenkstätte Mauthausen