75 Jahre Befreiung KZ Mauthausen: "Die Schicksalskinder von Mauthausen"

05.05.2020

Hana Berger-Moran, Mark Olsky und Eva Clarke sind nicht miteinander verwandt und doch "Geschwister im Herzen" wie sie von sich sagen. Sie waren erst wenige Tage und Wochen alt, als das KZ Mauthausen am 5. Mai 1945 von der US-Armee befreit worden ist.

75 Jahre Befreiung KZ Mauthausen:
Eva Clarke, Mark Olsky und Hana Berger-Moran (von links) wurden 1945 in Mauthausen geboren. 2010 lernten sie einander kennen. (Foto: LPD OÖ/Michael Dietrich)

Die jüdischen Väter der Drei wurden von den Nazis ermordet. Ihre Mütter machten Unvorstellbares durch. Sie überlebten das Vernichtungslager Auschwitz, wo sie ihre Schwangerschaften vor Dr. Josef Mengele und seinen grausamen Experimenten verborgen halten mussten. Sie überlebten Gewalt, Hunger und den unmenschlichen Transport in den letzten Kriegstagen ins KZ Mauthausen. Dort, beziehungsweise auf dem Weg dorthin, brachten sie ihre Kinder zur Welt. Die Kinder, alle mit einem Geburtsgewicht von nur 1.500 Gramm, überlebten nur knapp und mit viel Glück.

2010 haben sich die "Geschwister der Herzen" an der Gedenkstätte Mauthausen kennengelernt und sind seither unzertrennlich.

Eigentlich wollten Hana, Mark und Eva anlässlich „75 Jahre Befreiung KZ Mauthausen“ nach Österreich kommen. Aufgrund der aktuellen Situation war ihnen dies aber leider nicht möglich. Stattdessen haben sie uns Videobotschaften zukommen lassen.

Eva Clarke


Mark Olsky


Hana Berger-Moran