Kunst und Aktion

Projekt „mit-teilen“ mit der Kunstuniversität Linz, 2019

 „mit-teilen“ ist ein Kooperationsprojekt der KZ-Gedenkstätte Mauthausen mit der Abteilung Mediengestaltung der Kunstuni Linz. In einer mehr als zweijährigen Auseinandersetzung mit Erinnerungs- und Gedenkkultur sowie mit der Vermittlungsarbeit an der KZ-Gedenkstätte wurde im Besucherzentrum eine interaktive Raum- und Medieninstallation realisiert, in der BesucherInnen ihre Eindrücke und Gedanken digital festhalten können.

Unterstützt wurde das Projekt zudem von KulturKontaktAustria und der Berufsschule 5 in Linz. So waren Jugendliche als spätere NutzerInnen der Installation in die Konzeption miteingebunden.

Projektdokumentation




Fotoausstellung von Marko Zink „M 48° 15′ 24.13″ N, 14° 30′ 6.31″ E“, 2019

Zwischen 2017 und 2019 beschäftigte sich der Künstler Marko Zink mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und seinem Umfeld. Die von Marko Zink gewählte Kunstform ist die analoge Fotografie. Manchmal wirken Zinks Fotoarbeiten wie historische Fundstücke, rasch und heimlich aufgenommen, ausgebleicht von der Sonne, halb zerstört durch die Einwirkungen der Zeit. Die Ergebnisse seiner Arbeit wurden in einer Ausstellung präsentiert. Das pädagogische Team begleitete Marko Zink bei der Entstehung der Bilder.

Dokumentation der Ausstellung




„Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus“ im österreichischen Parlament, 2018 und 2019

Der österreichische Gedenktag am 5. Mai (Befreiung des KZ Mauthausen) wurde 2018 und 2019 mit Jugendlichen gestaltet, welche sich im Vorfeld, unterstützt vom pädagogischen Team, intensiv mit der Geschichte des KZ-Systems Mauthausen und dem Areal der Gedenkstätte beschäftigt hatten. 2018 brachten Jugendliche ihre Eindrücke und Gedanken in Schreibworkshops zu Papier („Dialog des Erinnerns. Geschichten brauchen Stimmen“), 2019 fertigten Zivildienstleistende der KZ-Gedenkstätte Mauthausen Fotografien vom Areal an („#hinschauen“).

Die Ergebnisse wurden am Gedenktag bei der Gedenkveranstaltung im Parlament präsentiert. 


The Pink Triangel Issue, 2018

Unter der Zielsetzung, weltweit homophobe Gesetze abzuschaffen, wurde das Pink-Triangle-Projekt ins Leben gerufen. In einem Film werden die homophoben Verbrechen zur Sprache gebracht. In einer Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen wurde auf die andauernde Verfolgung Homosexueller in Teilen der Welt aufmerksam gemacht. In den NS-Konzentrationslagern mussten Homosexuelle ein rosa Dreieck als Kennzeichen tragen, das nun als Logo für das Pink-Triangle-Projekt dient. Das Projekt wurde vom pädagogischen Team inhaltlich und organisatorisch begleitet.

Informationen zum Projekt




Filmprojekt „Surviving Gusen“, 2019/2020

Der essayistische Dokumentarfilm „Surviving Gusen“ begibt sich mit drei KZ-Überlebenden auf die Suche nach den Spuren des „unsichtbaren Lagers“. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen brachte bei der Produktion wissenschaftliche und pädagogische Expertise ein.

Corona-bedingt musste die Filmpräsentation beim Crossing Europe Filmfestival 2020 verschoben werden.

Informationen zum Film 




Festival der Regionen, 2019

Das Festival der Regionen 2019 ging in der Region Perg-Strudengau über die Bühne. Für mehrere Projekte war dabei die KZ-Gedenkstätte Mauthausen Projektpartner, u.a. für die Neueröffnung des Audiowegs Gusen und für das Theaterstück „The Kindly Ones“. Bei diesem Stück diente der Vorplatz der KZ-Gedenkstätte Mauthausen als Aufführungsort. Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen wurden vom pädagogischen Team begleitet.

Programm des Festivals 

Ein Katalog dokumentiert den Verlauf des Festivals.

Audioweg Gusen 




Hörpfade binational, 2020

Ziel des Projekts des Bayerischen Rundfunks und der Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen war es, NS-Geschichte und ihr Nachwirken in die Gegenwart hörbar zu machen. Am Beispiel der deutschen Stadt Dachau und der österreichischen Gemeinden Mauthausen, Gusen (ein Ortsteil der Gemeinde Langenstein) und St. Georgen an der Gusen wurde erkundet, wie die Bevölkerung dieser Regionen mit ihrer NS-Vergangenheit umgeht. Die TeilnehmerInnen produzierten Hörbeiträge, stellten zu Themen wie „Tabuthema Lagerbordell“ oder „Der eigene Opa als Täter?“ Recherchen an, führten Interviews und produzierten Radiosendungen. Begleitet wurden die TeilnehmerInnen u.a. von ExpertInnen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

Dokumentation des Projekts