Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen verwehrt sich gegen NS-Vergleiche im Zusammenhang mit Covid-19

08.03.2021

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen verwehrt sich gegen NS-Vergleiche im Zusammenhang mit Covid-19
(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
Am Wochenende mussten wir feststellen, dass in sozialen Medien ein Videobeitrag geteilt wurde, der im Außenbereich der KZ-Gedenkstätte Mauthausen ohne unser Wissen aufgenommen wurde. Der Autor des Videos zieht verharmlosende Vergleiche zwischen der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik und den Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Covid-19.
 
Meinungs- und Redefreiheit sind ein sehr hohes Gut und Eckpfeiler unserer täglichen Arbeit an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Meinungsfreiheit hört allerdings dort auf, wo die Verbrechen des Nationalsozialismus verharmlost und historisch unhaltbare Vergleiche zum NS-Terrorregime gezogen werden. Diesen Missbrauch des Ortes lehnen wir entschieden ab. Das Video wurde bei den zuständigen Stellen zur Anzeige gebracht.
 
Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen verurteilt die Instrumentalisierung von Millionen von NS-Opfern zur Durchsetzung einer politischen Agenda, die in keinerlei Bezug zu deren Leidenserfahrungen steht. Solche Vergleiche im Kontext der Covid-19-Maßnahmen sprechen entweder von erschreckender historischer Unkenntnis oder von bewusster verhetzender Meinungsmanipulation.