Gedenken am Ort des ehemaligen Außenlagers Hirtenberg
07.05.2026
Rückblick
Am 7. Mai besuchte eine Delegation der französischen Überlebendenorganisation Amicale de Mauthausen den Ort des ehemaligen Außenlagers Hirtenberg, um der weiblichen KZ-Opfer zu gedenken. Sie wurden bei der Außenlager-Stele von Hirtenbergs Bürgermeister Karl Brandtner, Günter Lessig von der Lokalinitiative NS-Zwangsarbeit in Leobersdorf und Ute Bauer-Wassmann vom Gedenkbüro der KZ-Gedenkstätte Mauthausen empfangen. Vize-Präsidentin Danyèle Régerat erläuterte die Gründe für die wiederholte Anwesenheit der Amicale in Hirtenberg, obwohl sich unter den Häftlingsfrauen keine Französinnen befanden: Die Amicale bewahrt das Andenken an die aus Auschwitz und Ravensbrück nach Hirtenberg deportierten Frauen, ungeachtet ihrer Nationalität, und unterstützt die Bestrebungen der Lokalinitiativen und der Gedenkstätte für den Erhalt dieser Stätten als Erinnerungsorte.
Die Amicale legte an der Außenlager-Stele Blumen zum Gedenken an die Frauen des KZ Hirtenberg nieder. Anschließend führten Lessig und Bauer-Wassmann die Gruppe über den Friedhof zum ehemaligen KZ-Areal, auf dem die Bauarbeiten für einen Gewerbepark die Spuren des Frauen-KZ bereits unter sich begraben haben. Diese äußerst prekäre Situation ist weiterhin Gegenstand der gemeinsamen Bemühungen um ein würdiges Gedenken an das Mauthausen-Außenlager Hirtenberg auf dem Gemeindegebiet Leobersdorf.