Spezialrundgang am 25. August 2018: "Die Anfänge des KZ-Systems Mauthausen"

09.08.2018

Spezialrundgang am 25. August 2018:
(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)

1938 war das KZ Mauthausen noch kein Ort des Massensterbens und Massenmordens, keine Todesfabrik ausgestattet mit Gaskammer, Hinrichtungsstätten und Krematorien. Im ersten Jahr seiner Existenz wurden etwa 150 Gefangene getötet, doch sechs Jahre später ermordete die SS im KZ-System Mauthausen beinahe doppelt so viele Menschen an einem einzelnen durchschnittlichen Tag. 

Die Anfänge des KZ Mauthausen werden in der Betrachtung der Geschichte dieses Lagers oft auch deshalb nur wenig beachtet. Doch waren es diese ersten Monate, in denen das Lager entstand, in denen die Weichen gestellt wurden für den Mord an mindestens 95.000 Menschen. Im Gedenkjahr 2018, eingedenk der Mahnung den Anfängen zu wehren, versucht dieser Rundgang eine Zeit unmittelbar vor dem Abgrund in den Blick zu nehmen und die TeilnehmerInnen einzuladen, sich die Frage zu stellen, wie es soweit kommen konnte.

Anhand von Lebensgeschichten und Dokumenten werden im Rundgang diese Begebenheiten beleuchtet und diskutiert.

Wann: Samstag, 25. August 2018, 10:00 Uhr
Wo: Besucherzentrum KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Erinnerungsstraße 1, 4310 Mauthausen

Referent: Daniel Tscholl. Er ist seit vielen Jahren als Vermittler an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen tätig.

Die Teilnahme ist kostenlos.
Dauer ca. 3 Stunden.
Anmeldungen unter: teres.stockinger@mauthausen-memorial.org oder 07238 2269 35