Mauthausen

Zeitgeschichtetag 2026

24.04.2026

Rückblick

Zeitgeschichtetag 2026
KZ-Gedenkstätte Mauthausen/ Andreas Salmhofer

Vom 22. bis 24. April 2026 fand an der Johannes Kepler Universität Linz der 16. Österreichische Zeitgeschichtetag unter dem Titel „Un/Sicherheiten“ statt. Die Tagung bot ein zentrales Forum für aktuelle Fragestellungen der Zeitgeschichtsforschung und widmete sich dem Spannungsverhältnis von Sicherheit und Unsicherheit in Vergangenheit und Gegenwart.

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen war mit zahlreichen Beiträgen vertreten und brachte ihre Expertise in unterschiedlichen Panels ein. Im Panel „Die KZ-Gedenkstätte Gusen im Wandel“ wurden aktuelle Perspektiven der Neugestaltung sowie laufende Forschungsprojekte vorgestellt. Unter dem Chair von Gregor Holzinger präsentierten Aleksandra Božić, Elisa Frei und Katharina Kniefacz Ansätze zur partizipativen Entwicklung der Gedenkstätte, zur Erforschung der Häftlingspopulation sowie zur Nachkriegsgeschichte des KZ Gusen.

Auch in weiteren Panels waren Kolleg*innen der Gedenkstätte aktiv beteiligt: Vida Bakondy setzte sich mit Fragen migrantischer Prekarität auseinander, während Christian Rabl die kritische Auseinandersetzung mit Erinnerungspolitik thematisierte. Darüber hinaus war die Gedenkstätte durch René Bienert im Panel zu verordneten (Un-)Sicherheiten und der Auflösung von Flüchtlingslagern nach 1945 vertreten.

Die vielfältige Beteiligung zeigt, wie historische Forschung, Vermittlung und gesellschaftliche Fragestellungen ineinandergreifen.