Geschäftsführung für Bundesanstalt KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Mauthausen Memorial ernannt

22.12.2016

Mit 1. Jänner 2017 gehen die Ausgestaltung und Erhaltung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen an die Bundesanstalt KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Mauthausen Memorial über. Am 22. Dezember 2016 wurde DDr. Barbara Glück zur Geschäftsführerin der Bundesanstalt sowie Mag. Jochen Wollner und Mag. Gudrun Blohberger zu Stellvertretern ernannt.

Geschäftsführung für Bundesanstalt KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Mauthausen Memorial ernannt
(Foto: BM.I / Gerd Pachauer)

Mit 1. Jänner 2017 gehen die Ausgestaltung und Erhaltung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen von der Zuständigkeit des Bundesministeriums für Inneres an die Zuständigkeit der Bundesanstalt KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Mauthausen Memorial über. Am 22. Dezember 2016 überreichten Dr. Franz Einzinger, Leiter der Sektion I(Präsidium) im Bundesministerium für Inneres, und Hermann Feiner, Leiter der Sektion IV (Service und Kontrolle), die Ernennungsdekrete an die Geschäftsführerin der neuen Bundesanstalt, DDr. Barbara Glück, sowie an deren Stellvertreter, Mag. Jochen Wollner und Mag. Gudrun Blohberger.

"Das Grundkonzept der Gedenkstätte Mauthausen ist auf drei Pfeilern aufgebaut - auf einem pädagogischen, archivarischen und administrativen", sagte Sektionschef Feiner bei der Überreichung der Dekrete. "Es wurde erarbeitet mit DDr. Barbara Glück und Mag. Jochen Wollner, deshalb freut es mich besonders, Sie und Mag. Gudrun Blohberger zu Ihrer neuen Aufgabe als Direktorin bzw. stellvertretenden Direktoren der Bundesanstalt beglückwünschen zu dürfen."

"Mit dem Inkrafttreten der neuen Struktur im Gedenkstättengesetz wird die Verpflichtung der österreichischen Bundesregierung, das ehemalige Konzentrationslager als Denkmal zu erhalten, erstmals auf breite Beine gestellt", sagte Sektionschef Einzinger. "Das zeigt sich insbesondere in der Zusammensetzung des Kuratoriums – es besteht aus Vertretern verschiedener Ministerien sowie privater Organisationen und Interessensvertretern."

DDr. Barbara Glück leitet seit Dezember 2005 die Abteilung für Gedenkstätten und Kriegsgräberfürsorge im Innenministerium sowie die KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Zuvor arbeitete sie von 2000 bis 2002 im Stadtschulrat Wien sowie als strategische Konzeptentwicklerin in der Politik. Anschließend war sie Referentin und strategische Beraterin der Ministerinnen Liese Prokop, Dr. Benita Ferrero-Waldner und Maria Rauch-Kallat.

Mauthausen Memorial

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen/Mauthausen Memorial ist als Anstalt öffentlichen Rechts im Gedenkstättengesetz (GStG) verankert. Sie hat die Aufgabe, das Gedenken an die Gräuel der Nazis im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen und seiner Nebenlager zu erhalten. Finanziert wird das Mauthausen Memorial im Wesentlichen aus Zuwendungen des Innenministeriums. Die Bundesanstalt ist nicht auf Gewinn ausgerichtet.

Neben der Geschäftsführung sind das Kuratorium sowie ein wissenschaftlicher und ein internationaler Beirat Organe der Bundesanstalt "Mauthausen Memorial". Das Kuratorium besteht aus 15 Mitgliedern - dessen Vorsitzender ist Sektionschef Hermann Feiner. Insgesamt nimmt das Innenministerium vier der 15 Kuratoriumsplätze ein.