Buchpräsentation: "Gegen den Strom"

21.03.2018, 18:30 - , 21:30 Uhr

Am 21. März 2018 wird um 18:30 Uhr im Admiral Kino in Wien die Autobiografie des 96-jährigen slowakischen Mauthausen-Überlebenden und international bekannten Filmkritikers Pavel Branko in seiner Anwesenheit präsentiert.

Buchpräsentation:
(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / markushechenberger.net)

Fotogalerie (2)

  • Pavel Branko, Februar 2018 (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / markushechenberger.net)
  • Pavel Branko, Februar 2018 (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / markushechenberger.net)

Pavel Branko wurde 1921 als Pavel Haas, Sohn einer Russin und eines slowakischen Juden, auf einem Schiff in der Nähe von Triest geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Hačava, einem kleinen Ort in der Mittelslowakei, als Gymnasialschüler lebte er in Bratislava. In seiner Jugend begeisterte er sich für linke Ideale und trat in die Kommunistische Partei ein. Er engagierte sich im Widerstand gegen den faschistischen Slowakischen Staat, wofür er zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt und kurz vor Kriegsende im Konzentrationslager Mauthausen interniert wurde.
 
Nach der kommunistischen Machtübernahme in der Slowakei 1948 war Pavel Branko von der Politik der Partei enttäuscht und verließ sie. Bis 1956 arbeitete er als Übersetzer und Filmkritiker; zur Zeit der kulturellen Liberalisierung in der Tschechoslowakei war er Redakteur der bekannten Zeitschrift Film a divadlo (Film und Theater). Während der "Normalisierung" in den 1970er- und 1980er-Jahren hatte er Publikationsverbot.
 
Für sein Lebenswerk erhielt er 2007 den Preis Slnko v sieti (Die Sonne im Netz) der Slowakischen Film- und Fernsehakademie, 2015 vom slowakischen Präsidenten das Pribina-Kreuz zweiten Grades. Seine Memoiren zeugen von einem wechselvollen Leben, das von Konflikten mit den jeweiligen Machthabern geprägt war und ist. Als freier und kritischer Mensch schwamm er stets gegen den Strom.

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Am 21. März 2018 wird um 18:30 Uhr im Admiral Kino in Wien die Autobiografie von Pavel Branko als zweiter Band der Schriftenreihe "Mauthausen-Erinnerungen" in seiner Anwesenheit präsentiert. Im Anschluss an die Präsentation in Form eines Autorengesprächs und einer Lesung von Cornelius Obonya wird der Film Ein Held unserer Zeit (Regie: Zuzana Piussi, Slowakei 2009) gezeigt.

Freier Eintritt.

Anmeldung aufgrund begrenzter TeilnehmerInnenzahl erforderlich.


 

Veranstalter:

KZ-Gedenkstätte Mauthausen mit freundlicher Unterstützung des Admiral Kinos und des Verlags new academic press

Veranstaltungsort:

Admiral Kino, Burggasse 119, 1070 Wien

Kontakt:

Bundesanstalt KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Mauthausen Memorial
Minoritenplatz 9
1010 Wien
Tel: +43 1 53126-3708
E-Mail: info@mauthausen-memorial.org

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