Buchpräsentation "Mauthausen vor Gericht" von Christian Rabl

20.05.2019 - 12.06.2019

Die juristische Verfolgung von Verbrechen, die im KZ-Komplex Mauthausen begangen wurden, wurde bislang nur partiell wissenschaftlich aufgearbeitet. „Mauthausen vor Gericht“ befasst sich erstmals umfassend mit Ermittlungen und Prozessen gegen NS-Täter.

Buchpräsentation
(new academic press)

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen lädt zur

Buchpräsentation

"Mauthausen vor Gericht"
​(Mauthausen-Studien Band 13)
von Christian Rabl

am Dienstag, 11. Juni 2019, 19:00 Uhr
in das RadioCafe
​RadioKulturhaus, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien.

Freier Eintritt.

Anmeldung aufgrund begrenzter TeilnehmerInnenzahl erforderlich.

Zur Anmeldung.

Nach der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen im Mai 1945 unterstützten die überlebenden Häftlinge die U.S. Army bei deren ersten Ermittlungen vor Ort, um die Täter festzunehmen und sie vor Gericht zu bringen. Die gerichtliche Ahndung der Gewaltverbrechen erstreckte sich auf alle vier alliierten Mächte; darüber hinaus wurden auch in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas Prozesse geführt. Der Autor zeigt, dass es bei verurteilten NS-Tätern nach ihrer Haftentlassung keiner Reintegration in die deutsche und österreichische Nachkriegsgesellschaft bedurfte, da sie zu keinem Zeitpunkt außerhalb dieser Gesellschaften standen.

Christian Rabl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zeithistorischen Zentrums Melk und hat einen Lehrauftrag am Institut für Zeitgeschichte in Wien. Für seine Dissertation „Der KZ-Komplex Mauthausen vor Gericht“ wurde er 2018 mit dem Mauthausen-Memorial-Forschungspreis ausgezeichnet.