Mauthausen

Dinge erzählen. Archäologie an KZ-Gedenkstätten

23.04.2026, 18:00 - Uhr

Ausstellungseröffnung

Dinge erzählen. Archäologie an KZ-Gedenkstätten

Seit 2002 erforschen Archäolog*innen die materiellen Überreste des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager. Sie machen Spuren im Boden sichtbar, analysieren Objekte aus dem Lageralltag und untersuchen Gebäude und Landschaften. Die archäologischen Funde sind stille, aber eindringliche Zeugnisse der Geschichte: Sie erzählen vom Leben und Sterben der Häftlinge, vom Handeln der Täter*innen, von Strukturen der Zwangsarbeit und Gewalt. Zugleich erforscht die Archäologie, wie die Lager nach 1945 genutzt, überformt, vergessen und bewahrt wurden. Die materiellen Zeugnisse eröffnen neue Perspektiven auf das nationalsozialistische Lagersystem. Neben Zeitzeug*innenberichten, Fotografien und schriftlichen Quellen werden sie zu einer wichtigen Quelle, die unser Verständnis vertieft und ergänzt. Mit der Ausstellung Dinge erzählen. Archäologie an KZ-Gedenkstätten werden zwei Jahrzehnte der archäologischen Forschung in Mauthausen und seinen Außenlagern erstmals umfassend präsentiert. Die Ausstellung zeigt, wie Archäologie zu einer wichtigen Stimme in der Erinnerungskultur wird. Sie macht greifbar, dass Geschichte im Boden eingeschrieben bleibt. Besucher*innen sind eingeladen, sich den materiellen Zeugnissen zu nähern, ihre Geschichten zu entdecken und neue Perspektiven auf das Lagersystem Mauthausen-Gusen zu gewinnen. Die Wechselausstellung wurde von der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in Kooperation mit dem Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie (UHA) der Universität Wien und dem Institut für Archäologien der Universität Innsbruck konzipiert und kuratiert.

Wann: Donnerstag, 23.04.2026, 18:00 Uhr
Wo: ehem. Reviergebäude der KZ-Gedenkstätte Mauthausen