Josef Schwaiger: Meine Memoiren. Meine Erlebnisse in 7 Jahren Konzentrationslager. Dachau – Mauthausen – dessen Teillager Gusen I. Inklusive meiner Flucht aus dem Konzentrationslager, Mauthausen-Erinnerungen, Band 11
19.11.2026, 18:30 Uhr
Buchpräsentation
Josef Schwaiger, geboren am 24. Februar 1900 in Landau/Isar, war aufgrund seiner Vorstrafen von der Kriminalpolizei München im Zuge der „Vorbeugenden Verbrechensbekämpfung“ inhaftiert worden. Als „Asozialer“ kategorisiert, wurde er am 11. Jänner 1939 in das KZ Dachau eingewiesen und vier Monate später, am 9. Mai 1939, in das KZ Mauthausen überstellt – er zählte damit zu den frühen Häftlingen des KZ Mauthausen. Als gelernter Schuhmacher wurde Schwaiger in Mauthausen bald zum Kapo der Häftlingsschusterei ernannt. Am 8. April 1944 gelang ihm die Flucht aus dem KZ Mauthausen, bis nach Kriegsende tauchte er unter. Angeregt durch die juristische Verfolgung der NS-Täter verfasste er Ende der 1950er-Jahre seine Memoiren. Sein Erinnerungsbericht, der durch die Germanistin und Historikerin Elisabeth Grabenweger bearbeitet wurde, ist insofern eine bedeutende Quelle, da er einer der wenigen eines als „asozial“ kategorisierten Überlebenden ist.
Wann: Donnerstag, 19.11.2026, 18:30 Uhr
Wo: Wiener Standort der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Argentinierstraße 13, 1040 Wien