Jean Laurent Grey - Frankreich

„Das Lager ist eine monströse und zum Äußersten getriebene Parodie unserer modernen Gesellschaft.“

1924 geboren in Gières bei Grenoble (Frankreich); der Vater leitet ein Handelshaus in Grenoble, die Mutter führt eine Pension

1940-1943 Schüler am Lycée Champollion in Grenoble

ab 1941 gemeinsam mit Mitschülern im Widerstand tätig

ab September 1943 Beginn des Jus-Studiums an der Universität Grenoble

November 1943 Verhaftung anlässlich einer Demonstration gegen die deutsche Okkupation; Überführung in das Durchgangslager Compiègne (Departement Oise)

März 1944 Deportation nach Mauthausen, dort Zwangsarbeit im Steinbruch, schwer erkrankt Aufnahme in den Krankenblock, wo er vier Monate bleibt

November 1944 Transport in das Außenlager Melk, dort Zwangsarbeit beim Stollenbau

April 1945 Evakuierung nach Mauthausen wegen des Vormarsches der Roten Armee

28. April 1945 Jean Grey verlässt Mauthausen Richtung Schweiz mit einem Repatriierungstransport des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes

August 1945 Rückkehr nach Grenoble und Wiederaufnahme des Jus-Studiums

ab 1950 Lehrer an einem Collège im Departement Isère; Heirat

ab 1966 beteiligt an der Gründung und Erhaltung des „Musée de la résistance et de la déportation“ in Grenoble

ab 1970 Tätigkeit als Professor für Fernstudien bis zu seiner Pensionierung

Zum Zeitpunkt des Interviews lebte Jean Laurent Grey in Seyssins bei Grenoble (Frankreich)