Abschied von Wassili Kononenko

05.11.2018

Abschied von Wassili Kononenko
(KZ-Gedenkstätte Mauthausen/Matyus)

Wassili Kononenko wurde am 3. Februar 1926 in Markovzy in der Region Tschernigow (Ukraine) geboren. Er wurde am 4. März 1943 in Neschin als „Komsomol-Mitglied“  (dass er allerdings angesichts seines Alters nicht gewesen war) verhaftet. Er wurde nach Österreich gebracht. Zunächst bis April 1943 in ein Gefängnis in Graz, dann in ein Gefängnis nach Wien, schließlich nach Mauthausen. Seine Häftlingsnummer war 40210. Im Jänner 1944 wurde er ins Lager Gusen I überstellt, im August 1944 nach Melk. In Melk arbeitete er an der Konstruktion des Untertage-Werks „Wayss und Freitag“. Als das Außenlager Melk im April 1945 evakuiert wurde, kam Wassili nach Ebensee, wo er im Tunnelbau arbeiten musste.

Nach der Befreiung kam er in die Rote Armee und kam erst im August 1950 nach Hause. Von 1952 bis 1957 studierte er am Polytechnischen Institut in Kiew (Fachgebiet Elektroingenieurwesen). Nach seinem Abschluss arbeitete er als Ingenieur und Chefelektriker in verschiedenen Organisationen, zuletzt im Institut GiproNIIPoligraf in Moskau.

In den letzten 20 Jahren widmete er seine Energie der Gesellschaft russischer Ex-Häftlinge des KZ Mauthausen und dem Comite International de Mauthausen (CIM).

Wassili Kononenko starb am 21. September 2018.

Alexey Konopatschenkow
​Общество бывших российских узников концлагеря Маутхаузен (ОБРУМ) / Obschtschestwo bywschich rossijskich usnikow konzlagerja Mauthausen, Moskau