KZ-Gedenkstätte Mauthausen hilft bei Aufarbeitung der Familiengeschichte und Klärung eines ungelösten persönlichen Schicksals

25.03.2017

Eigentlich wollte Daniel Engel nur den Sterbeort seines Urgroßvaters besichtigen. Doch dann klärten Recherchen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen dessen unbekanntes Schicksal auf. Nun kann die Urne mit der Asche des Verstorbenen in seine Heimat überstellt werden.

KZ-Gedenkstätte Mauthausen hilft bei Aufarbeitung der Familiengeschichte und Klärung eines ungelösten persönlichen Schicksals
Vermittler Markus Neuhofer mit Daniel Engel (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Josef Wagner)

Mit einem Konvolut an Dokumenten, die er im Zuge seiner Familienforschung zusammengetragen hatte, wandte sich Daniel Engel in Vorbereitung auf seinen Gedenkstättenbesuch an die Forschungsstelle der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Dieser gelang es, die Biografie seines Urgroßvaters, der im KZ Mauthausen verstorben war, zu vervollständigen.

Emil Baum wurde am 3. Mai 1904 im Winzerdorf Großbockenheim in Rheinland-Pfalz geboren. Im Alter von 34 Jahren wurde er von der Gestapo verhaftet und – obwohl er politisch nie aktiv gewesen war – wegen seiner angeblich „marxistischen Einstellung“ als „asozial“ eingestuft und in das KZ Dachau deportiert. Von dort kam er 1939 in das KZ Mauthausen, wo er am 11. Jänner 1940 starb.

Daniel Engel hat nun die Möglichkeit, seinen Urgroßvater über 70 Jahre nach seinem Tod bei einer Urnenüberführung zurück in seine pfälzische Heimat zu bringen. Die Biografie von Emil Baum wird dem „Virtuellen Raum der Namen“ der KZ-Gedenkstätte Mauthausen hinzugefügt, in dem Namen und Lebensdaten von im KZ Mauthausen oder seinen Außenlagern verstorbenen Menschen recherchiert und deren Lebensgeschichten nachverfolgt werden können.

Zum Virtuellen Raum der Namen.