Rückblick auf die Buchpräsentation "Die Himmel waren vermauert"

22.01.2018

Am 20. Jänner 2018 präsentierten die Kinder von Joseph Fisher - David, Gideon, Estee und Amnon - im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Mauthausen die Lebenserinnerungen ihres Vaters, der die KZ Auschwitz, Mauthausen und Gusen II überlebte und 1945 in Gunskirchen befreit wurde.

Rückblick auf die Buchpräsentation
(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / markushechenberger.net)

Fotogalerie (8)

  • Gideon, David und Estee Fisher © Bundesanstalt KZ-Gedenkstätte Mauthausen/Mauthausen Memorial / markushechenberger.net
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"Die Himmel waren vermauert", schreibt Joseph Fisher, Überlebender der KZ Auschwitz, Mauthausen und Gusen II, in seinen Erinnerungen an die Zeit von 1937 bis zur Befreiung. Seine traumatischen Erfahrungen schreibt der aus Siebenbürgen stammende Fisher in seinem Notizbuch auf.

Joseph Fishers Aufarbeitung behandelt drei wesentliche Themen, die ihn wohl sein ganzes Leben lang begleitet haben: sein kompliziertes Verhältnis zu Gott und zu seinem Glauben, der Schmerz und das Trauma aufgrund der erlebten Brutalität und Gewalt und die bohrende Frage nach dem Warum: "Warum habe ich überlebt?"

Der Film seines Sohnes David Fisher "Six Million and One", der erstmals 2011 beim Linzer Filmfestival "Crossing Europe" präsentiert wurde, und der an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen fester Bestandteil der Ausbildung von VermittlerInnen ist, macht deutlich, welche enorme Anstrengung es für Joseph Fisher bedeutet haben muss, die jahrelang geübte Verdrängung aufzubrechen und sich seinen Themen zu stellen. 

Die Lebenserinnerungen von Joseph Fisher, die im Dezember 2017 in Buchform erschienen sind, wurden am 20. Jänner 2018 im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Mauthausen vorgestellt. Die Buchpräsentation stand unter dem Ehrenschutz von Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Pühringer und der Botschafterin des Staates Israel in Österreich I.E. Talya Lador-Fresher und wurde von Fishers Kindern David, Gideon, Estee und Amnon gestaltet.