"Ich bin Jehuda Bacon. Ich wollte kein 'Berufs-KZ-ler' werden"

Sonderausstellung, 19.05.2016 - 31.07.2016

Ehemaliges Krankenrevier der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Ausstellung in den Räumen des ehemaligen Krankenreviers (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)

In Jehuda Bacons Werken entsteht ein vielschichtiges Gesamtkunstwerk, das sich in einem eigenwilligen Spannungsgeflecht entfaltet. Zum einen durchziehen seine Arbeiten die traumatischen Erlebnisse eines Jugendlichen in den Konzentrationslagern Theresienstadt, Auschwitz bis Mauthausen und Gunskirchen. Zum anderen beschreitet der Künstler bis heute kontinuierlich einen Weg, auf dem er sich früh der Auseinandersetzung und Begegnung stellt und konsequent die Versöhnung mit der eigenen Geschichte sucht.

Die biografischen Bezüge in Jehuda Bacons Werken präsentieren ihn nicht als „KZ-Künstler“. Beim Skizzieren, Zeichnen, Malen, im Klären und Verzerren von Antlitzen lebendiger Gestalten verwendet er Tusche als Malmittel, Pinsel und Feder als Werkzeuge. Mit der Wiederentdeckung von Farbe beim Spiel mit Formen und tänzerischen Bewegungen der Figuren eröffnet er einen weiten Horizont in der Gegenwartskunst.

Die Ausstellung wurde von der KZ-Gedenkstätte Mauthausen konzipiert und vom Bundesministerium für Inneres, dem Zukunftsfonds der Republik Österreich, dem Mauthausen Komitee Österreich durch Antifa - OÖ Netzwerk gegen Rassismus und Rechtextremismus und der Plattform „Wider das Vergessen“, den Christen an der Seite Israels – Österreich, der Marktgemeinde Gunskirchen sowie der Rhema Gemeinde Linz gefördert und finanziert.