Internationaler Beirat Mauthausen gegründet

17.01.2017

Die Bundesanstalt KZ-Gedenkstätte Mauthausen/Mauthausen Memorial hat mit 1. Jänner 2017 den Betrieb aufgenommen. Das Kuratorium ist seit November 2016 aktiv und der internationale Beirat trat am 17. Jänner 2017 im Innenministerium zum ersten Mal zusammen.

Internationaler Beirat Mauthausen gegründet
Mitglieder des Internationalen Beirats Mauthausen (Foto: BM.I / Gerd Pachauer)

Von einer „neuen Zeit, die für die KZ-Gedenkstätte Mauthausen mit 1. Jänner 2017 begonnen hat“  sprach Kuratoriumsvorsitzender Sektionschef Hermann Feiner bei der ersten Sitzung des internationalen Beirats der Bundesanstalt KZ-Gedenkstätte Mauthausen/Mauthausen Memorial am 17. Jänner 2017 im Innenministerium. Seit 30 Jahren sei diskutiert worden, wie Österreich seine Geschichte in den KZ-Gedenkstätten aufarbeiten solle und ob eine Körperschaft öffentlichen Rechts eingerichtet werden solle.

„Mit der Einrichtung der Bundesanstalt ist die Erinnerungsarbeit in Österreich erstmals gesetzlich niedergeschrieben worden“  betonte DDr.in Barbara Glück. Sie wurde mit 1. Jänner 2017 zur Geschäftsführerin bzw. Direktorin der Bundesanstalt bestellt. Ihre Stellvertreter sind Mag. Jochen Wollner (wirtschaftliche Leitung) und Mag.a Gudrun Blohberger (pädagogische Leitung).

Im Internationalen Beirat Mauthausen sind VertreterInnen aller 20 Opfernationen des Holocausts vertreten. Zudem sind darin VertreterInnen von in Österreich anerkannter Religionsgemeinschaften sowie VertreterInnen anderer Verbände, wie der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM).

Bei der ersten Sitzung des internationalen Beirats am 17. Jänner 2017 wurde Dr. Kurt Scholz zum Vorsitzenden gewählt. Er war amtsführender Präsident des Wiener Stadtschulrats und leitet den Zukunftsfonds der Republik Österreich.

Aufgabe des Internationalen Beirats Mauthausen ist es, die Bundesanstalt in grundsätzlichen Angelegenheiten zu beraten und Empfehlungen abzugeben.