Besondere Gedenkstättenbesuche

16.10.2017

Begegnung und Austausch mit BesucherInnen zeichnen die Vermittlungsarbeit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen aus. An dieser Stelle wird von Begegnungen berichtet, die besonders in Erinnerung bleiben werden.

Besondere Gedenkstättenbesuche
(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / markushechenberger.net)

Fotogalerie (18)

  • Besuch der St. John's Preparatory School aus Danvers, Massachusetts (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch der St. John's Preparatory School aus Danvers, Massachusetts (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch von Jadwiga Eugenia Kurianczyk (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch von Angehörigen von Salvador Olivé Saperas (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch von Onufrij Mychajlowytsch Dudok (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Bernhard Mühleder)
  • Besuch von Eugeniusz Śliwiński (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch einer Delegation der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch einer Delegation aus Polen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch des Mauthausen-Überlebenden Moshe Porat an den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch der Direktorin des International Tracing Service (ITS) an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besichtigung der Sammlungen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in Wien mit der Direktorin des International Tracing Service (ITS) (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch des Mauthausen-Überlebenden Joseph Friedman an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch des Mauthausen-Überlebenden Joseph Friedman an der KZ-Gedenkstätte Gusen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch von Manuela Horvath an den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch von Manuela Horvath an den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch von Manuela Horvath an den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch von Johannes Dobbek und seiner Frau an den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
  • Besuch von burgenländischen und Wiener Roma (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)

15.10.2017

Besuch von 35 burgenländischen und Wiener Roma an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Besuch von burgenländischen und Wiener Roma (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Besuch von burgenländischen und Wiener Roma (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)

Am 15. Oktober 2017 besuchte Manuela Horvath gemeinsam mit 35 burgenländischen und Wiener Roma die KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Manuela Horvaths Großvater, Michael Horvath, überlebte mehrere Konzentrationslager und wurde am 5. Mai 1945 in Gusen befreit.

Etwa die Hälfte der Gruppe hat einen Bezug zu Mauthausen, da viele ihrer Vorfahren hier als Häftlinge waren bzw. zu Tode kamen. Bei dem begleiteten Rundgang gab es auch eine kurze Gedenkfeier beim Denkmal für die ermordeten Roma und Sinti.

06.09.2017

Johannes Dobbek und seine Frau an der KZ-Gedenkstätte Gusen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Johannes Dobbek und seine Frau an der KZ-Gedenkstätte Gusen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Besuch von Johannes Dobbek und seiner Frau an den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen

Auf der Suche nach den Spuren seiner ursprünglich polnischen Familie besuchten Johannes Dobbek und seine Frau am 6. September 2017 die KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen.

Johannes' Onkel, Albin Dobbek, wurde am 24. August 1915 in Polen geboren, später verhaftet, und ins Konzentrationslager Gusen gebracht, wo er am 3. August 1941 starb. Johannes' Vater überlebte ein Stalag und emigrierte später nach Kanada.

Archiv

23.08.2017

Besuch von Manuela Horvath an den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen

Besuch von Michaela Horvath (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Besuch von Michaela Horvath (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Am 24. August 2017 besuchte Manuela Horvath die KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen. Ihr Großvater, Michael Horvath, überlebte mehrere Konzentrationslager und wurde am 5. Mai 1945 in Gusen befreit.

Michael Horvath wurde am 2. Jänner 1922 im burgenländischen Oberwart geboren. Der Grund für seine Verhaftung war seine Zugehörigkeit zur Volksgruppe der Roma. Am 26. Juni 1939 wurde er in das KZ Dachau deportiert. Drei Monate später kam er nach Buchenwald, von wo er im Mai 1941 nach Mauthausen gebracht wurde. Gleich nach seiner Ankunft wurde er nach Gusen überstellt und dort vier Jahre später befreit. Der Großteil seiner Familie überlebte die Konzentrationslager nicht.

In der Nacht von 4. auf 5. Februar 1995 wurden im burgenländischen Oberwart vier Roma bei einem Anschlag ermordet. Unter den Toten waren zwei Cousins der damals 10-jährigen Manuela. Am Tatort fand man ein Schild mit der rassistischen Aufschrift "Roma zurück nach Indien". Es ist heute Teil der Dauerausstellung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

08.08.2017

Besuch des Mauthausen-Überlebenden Joseph Friedman an den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen

Joseph Friedman und Familie an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Joseph Friedman und Familie an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Am 8. August 2017 abends, besuchte der Mauthausen-Überlebende Joseph Friedman in Begleitung von 16 Familienangehörigen spontan die KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen.

Joseph Friedman an der KZ-Gedenkstätte Gusen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Joseph Friedman an der KZ-Gedenkstätte Gusen (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Der gebürtige Ungar Joseph Friedmann wurde 1944 als 14-Jähriger mit seiner Familie ins Ghetto Munkács verschleppt. Nach dessen Räumung wurde die Familie nach Auschwitz gebracht, wo sein Vater, sein älterer Bruder und er für die Zwangsarbeit selektiert und nach Mauthausen deportiert wurden. Joseph wurde in das KZ Gusen II überstellt, sein Vater und sein älterer Bruder kamen in das KZ Ebensee.

Im März 1945 wurde Joseph in das sogenannte Krankenlager des KZ Mauthausen gebracht, wo er am 5. Mai als 15-Jähriger befreit wurde. Sein Bruder wurde einen Tag später in Ebensee befreit. Der Vater überlebte Ebensee nicht.

13.07.2017/14.07.2017

Besuch der Direktorin des International Tracing Service (ITS) an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und Besichtigung der Sammlungen in Wien

v.l.n.r.: Barbara Glück, Floriane Hohenberg, Gudrun Blohberger (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)v.l.n.r.: Barbara Glück, Floriane Hohenberg, Gudrun Blohberger (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Ein Treffen zwischen Floriane Hohenberg, Direktorin des International Tracing Service (ITS), und Barbara Glück, Direktorin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, am 13. Juli 2017 an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen bot Gelegenheit für Informationsaustausch und Kennenlernen. 

Der International Tracing Service (ITS) bietet als Dokumentationszentrum über NS-Verfolgung ehemals Verfolgten und ihren Nachfahren Möglichkeit für Recherchen zu Inhaftierung, Zwangsarbeit sowie zur Nachkriegsunterstützung durch die Alliierten. 

Ralf Lechner, Floriane Hohenberg (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Ralf Lechner, Floriane Hohenberg (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Der ITS stellt nun der KZ-Gedenkstätte Mauthausen Scans und Metadaten zu den in das KZ Mauthausen/Gusen und in die Außenlager deportierten Personen zur Verfügung. 

Die Digitalisate ermöglichen den wissenschaftlichen MitarbeiterInnen eine wesentlich effizientere Recherche in den dieser Dokumentensammlung und sind zudem in naher Zukunft auch interessierten BesucherInnen der Sammlungen zugänglich.

Beim Besuch der ITS-Direktorin am 14. Juli 2017 in Wien gab Ralf Lechner, Leiter der Sammlungen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, einen Einblick in die Bestände und in die Erschließungsprojekte der Gedenkstätte.

28.06.2017

Besuch des Mauthausen-Überlebenden Moshe Porat an den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen

(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Am 28. Juni besuchte der Mauthausen-Überlebende Moshe Porat aus Israel nach 1985 zum zweiten Mal mit seiner Frau, aber erstmals mit seinen vier Töchtern die KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

Geboren in Hajdúnánás in Ungarn begann seine Gefangenschaft im Frühling 1944 im Ghetto Debrecen. Eine durch Partisanen vereitelte Deportation nach Auschwitz brachte Moshe, seine Mutter und vier Geschwister über Strasshof in das Wiener Zwangsarbeitslager in der Hackengasse für 600 ungarische Juden, mehrheitlich Frauen und Kinder. Zehn Monate lang musste der erst 13-jährige Moshe Bombenschutt für den Wiederaufbau zerstörter Häuser aufräumen. Als die Rote Armee nach Wien vorrückte, begann Anfang April 1945 ein zweiwöchiger Todesmarsch nach Mauthausen, wo nur 300 ihres Transports völlig erschöpft eintrafen. Bis zur Befreiung am 5. Mai erlebten sie chaotische Zustände im Hauptlager. Fünf Wochen später aber verstarb ihre Mutter Gisela Frisch an Typhus im amerikanischen Hospital in Gusen. Zurück blieben vier Waisenkinder mit 15, 13, 11 und 8 Jahren, denn der Vater, ein Rabbiner, wurde in einem Zwangsarbeitslager in Graz getötet. Der 18jährige Bruder starb am Tag seiner Befreiung im Anhaltelager Gunskirchen.

Beim Rundgang an den KZ-Gedenkstätte Mauthausen und in Gusen erzählte Moshe seinen Töchtern immer wieder aus seinen Erinnerungen, die er 1986 im Buch „Triumph of Faith“ aufgeschrieben hat. Am Massengrab der Gunskirchner Opfer im Bereich des Block 19 gedachte die Familie nach jüdischer Tradition mit Gebeten der Ermordeten ihrer Familie.

23.06.2017

Besuch der St. John's Preparatory School aus Danvers, Massachusetts

(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Am 23. Juni 2017 wurde die KZ-Gedenkstätte Mauthausen von einer SchülerInnengruppe der St. John's Preparatory School in Danvers, Massachusetts besucht. Die SchülerInnen wurden von Mrs. Mary Kiley, der Holocaust Legacy Partnerin von Sonia Schreiber Weitz, begleitet.

Sonia Schreiber Weitz, geboren in Krakau, überlebte gemeinsam mit ihrer Schwester mehrere Konzentrationslager. Am 5. Mai 1945 wurden beide aus dem KZ Mauthausen befreit. Der Großteil der Familie Schreiber wurde in verschiedenen Lagern ums Leben gebracht; auch ihr Vater, der am 3. Februar 1945 in Gusen ermordet wurde.

Anlässlich des Besuches wurde der KZ-Gedenkstätte Mauthausen ein handsigniertes Buch von Sonia Schreiber Weitz übergeben. Nach einem begleiteten Rundgang durch die Gedenkstätte gedachte die Gruppe beim jüdischen Denkmal Jakub Schreiber, dem ermordeten Vater von Sonia Schreiber Weitz.

21.06.2017

Besuch von Donald Destatsbader an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Donald Destatsbader engagiert sich seit Jahren in der Organisation Harelbeke's political prisoners. Destatsbader Vater war politischer Gefangener und u.a. im KZ Flossenbürg interniert. Bei seinem Besuch an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen haben er und seine Begleitung in Erinnerung an den in Gusen verstorbenen Anderè Schaepdrijver am Belgischen Denkmal Blumen niedergelegt.

01.06.2017

Besuch von Familie Brett an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Zum ersten Mal besuchten Sandra Brett und ihr Ehemann am vergangenen Dienstag den Leidensort von Sandras Mutter Sarah Luel und deren Schwester Raysa Luel. Beide Frauen, in Polen geboren, wurden 1945 nach Mauthausen deportiert. Sarah überlebte und wanderte später nach Amerika aus. Ihre Schwester starb in den Tagen nach der Befreiung. Unser Kollege Bernhard Mühleder begleitete das Ehepaar durch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

21.04.2017

Besuch von Familie Bukiet an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Alter Szymon Bukiet wurde am 10. August 1944 aus dem KZ Plaszow-Krakow in das KZ Mauthausen deportiert. Da er als Facharbeiter eingestuft war, musste er in der Rüstungsindustrie Zwangsarbeit leisten. Am 5. Mai 1945 wurde er befreit. Danach emigrierte er nach Amerika wo er vor wenigen Jahren verstarb. Unser Kollege Bernhard Mühleder begleitete seinen Sohn Michael Bukiet und dessen Familie bei ihrem Besuch durch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

19.04.2017

Besuch von Familie Petja an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Vergangene Woche hat Familie Petja in Begleitung unseres Kollegen Klemens Knopp die KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen besucht. Sulejman Dakoli, ein Großonkel der Familie, wurde am 16. September 1944 mit einem Transport von 780 Häftlingen aus dem KZ Auschwitz in das KZ Mauthausen eingeliefert. Im KZ Mauthausen wurde er als „Schutzhäftling“ aus Albanien kategorisiert und später in das Nebenlager Gusen überstellt. Laut Totenbuch verstarb Sulejman Dakoli am 30. Jänner 1945 im KZ Gusen.

14.04.2017

Besuch von Familie Navarro an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Lange wusste der Spanier Juan Ortiz Navarro nichts über das Schicksal seines verschollenen Großvaters Juan Ortiz Amo. Erst vor kurzem stellte sich heraus, dass er in Mauthausen ums Leben kam. Unsere Kollegin Teres begleitete Juan Ortiz Navarro und seine Familie bei ihrem Besuch durch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

06.09.2016

Angehörige von Holocaust-Überlebenden besucht erstmals KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen

(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Eugeniusz Boleslaw Ciepiela, geboren 1928 in Mizyncu (damals Polen, heute Ukraine), wurde mit 15 Jahren in das KZ Gusen deportiert. Von dort wurde er später in das KZ Mauthausen überstellt, wo er am 5. Mai1945 mit 19 Jahren die Befreiung erlebte. Seine Tochter Jadwiga Eugenia Kurianczyk besuchte heute erstmals die KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen.

08.08.2016

Besuch von Angehörigen von Salvador Olivé Saperas an den KZ Gedenkstätten Mauthausen und Gusen

(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Der 1902 geborene Salvador Olivé Saperas war Buchhalter und Gewerkschafter in Barcelona. Nach dem Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) floh er wie hunderttausend andere aus dem franquistischen Spanien nach Frankreich. Von dort aus wurden insgesamt 10.000 Spanierinnen und Spanier von 1940-1944 von den Nationalsozialisten als sogenannte Rotspanier in Konzentrationslager inhaftiert, 7.000 wurden von der SS ermordet.

Salvador Olivé Saperas wurde am 22. Juli 1941 von einem “Stalag” (Stammlager) in das Lager Mauthausen deportiert, von dem aus er in das Lager Gusen gebracht wurde. Im dortigen Totenbuch ist sein Todestag am 10. Jänner 1943 verzeichnet. Dies sind die einzigen Informationen, die die Familie über das Schicksal ihres Großvaters von 1939 bis 1943 besitzt.

Birgit Pichler, Vermittlerin der Gedenkstätte, begrüßte die Gäste. Im Rahmen eines Rundgangs besichtigte die Gruppe die KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen.

04.08.2016

Überlebender Eugeniusz Śliwiński besucht die KZ-Gedenkstätte Mauthausen

(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Bernhard Mühleder)(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Bernhard Mühleder)Eugeniusz Śliwiński ist 91 Jahre alt und stammt aus Polen. Er war 2 Jahre und 8 Monate lang in Auschwitz, Mauthausen und schließlich in Gusen I inhaftiert. Eine Zeitlang musste er im Steinbruch Kastenhof Unterbruch Zwangsarbeit leisten. Dann gelang es ihm, in ein Arbeitskommando in der Rüstungsproduktion für die Firma Steyr-Daimler Puch überstellt zu werden. Er hatte vorgegeben, Schneider und Schlosser zu sein.

Eugeniusz Śliwiński war 19 Jahre alt, als Gusen befreit wurde.

12.07.2016

Besuch einer Überlebendenfamilie an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Am 12. Juli 2016 besuchte die Familie Teperman aus Australien die KZ Gedenkstätte Mauthausen. Deren Vater Lejzor Teperman bzw. Großvater und dessen Bruder Chaim Teperman waren beide ab August 1944 im KZ Mauthausen inhaftiert, davor im KZ Płaszów in Polen. Im KZ Mauthausen verbrachten sie nur wenige Tage und wurden dann in verschiedene Außenlager deportiert. Befreit wurden beide in Ebensee.

Der Vater der drei Geschwister – der Großvater der mitgereisten Enkelkinder – hat kaum über diese Zeit gesprochen. Erst in der Gedenkstätte Yad Vashem erfuhren sie Genaueres und begaben sich auf die Spuren ihrer Vorfahren.

Bernhard Mühleder, Mitarbeiter im pädagogischen Team der KZ-Gedenkstätte Mauthausen begrüßte die Gäste. Im Rahmen eines begleiteten Rundgangs besichtigte die Familie die Gedenkstätte.  Barry Teperman, der älteste Sohn möchte in einigen Jahren auch mit seinen jüngeren Kindern diese Reise unternehmen.

10.07.2016

Besuch der Mauthausen-Überlebenden Stella Esformes an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Stella Esformes wurde am 15. April 1926 in eine jüdische Familie in Salonikam in Griechenland geboren. Am 24. März 1944 wurde sie gemeinsam mit ihrer Familie nach Auschwitz deportiert, wo ihre Eltern ermordet wurden. Stella Esformes selbst wurde zur Zwangsarbeit eingeteilt und im Jänner 1945 ins KZ Bergen-Belsen deportiert. Von dort wurde sie ins Frauen- Außenlager Venusberg und schließlich in das KZ Mauthausen verschleppt wo sie an Typhus erkrankt in einer der Baracken im Sanitätslager untergebracht wurde. Am 5. Mai 1945 erlebte sie mit 19 Jahren die Befreiung des KZ durch amerikanische Soldaten.

Während ihres Besuches der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in Begleitung ihrer Tochter, ihres Schwiegersohnes und Enkelkindes nahm Stella Esformes an einem begleiteten Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen teil. Mit Teres Stockinger, Mitarbeiterin der pädagogischen Abteilung, besichtigten sie u.a. auch das Museum und die aktuellen Ausstellungen und zeigten großes Interesse an der Kunstausstellung „Ich bin Jehuda Bacon. Ich wollte kein ‚Berufs-KZ-ler‘ werden.“,  welche die Werke des international bekannten Künstlers Jehuda Bacon zeigt, der als Jugendlicher selbst im KZ Mauthausen interniert war.

Besonders deutlich in Erinnerung geblieben ist Stella Esformes die sogenannte Todesstiege, die einer der zentralen Schauplätze des Massenmordes im KZ Mauthausen gewesen war.

15.06.2016

Besuch einer Delegation aus Polen an den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen

(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Eine hochrangige Delegation aus Polen besuchte am 9.6.2016 die KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen. Dr. Magdalena Gawin, Staatssekretärin, informierte sich über die Geschichte des KZ-Systems Mauthausen und über die Gedenkkultur in Österreich. Im Rahmen eines mehrtägigen Aufenthalts besichtigte die Delegation mehrere ehemalige Außenlager und verbrachte auch einen Tag in Mauthausen, Gusen und St. Georgen. Der Besuch stand im Zeichen des Gedenkens an die polnischen Opfer.

13.05.2016

Besuch einer Delegation der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)Am 13. Mai 2016 besuchte eine Delegation, bestehend aus dem Vorstand Günter Saathoff und weiteren VertreterInnen der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“, die KZ Gedenkstätte Mauthausen.

Die Leiterin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, DDr. Barbara Glück und deren pädagogische Leiterin Mag. Gudrun Blohberger begrüßten die Gäste. Im Rahmen eines Rundgangs wurde die Delegation über die derzeitigen Aktivitäten der KZ-Gedenkstätte informiert.  Ein anschließendes Gespräch über für beide Institutionen relevante  Themen wie z.B. Menschrechtsbildung führte zu dem Ergebnis, dass eine projektbezogene  Zusammenarbeit in diesem Bereich für beide Seiten erstrebenswert wäre. In diesem Sinne verständigte man sich darauf den Kontakt zu Intensivieren.

Der Besuch der Delegation an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen bildete damit eine zukunftsweisende Grundlage für eine mögliche Kooperation mit Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“.

19.04.2016

Holocaust-Überlebender Onufrij Mychajlowytsch Dudok besucht die KZ-Gedenkstätte Mauthausen

(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Bernhard Mühleder)(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Bernhard Mühleder)Onufrij Mychajlowytsch Dudok, geb. am 12. Juni 1926 in Kosowiec, Polen, besuchte am 19. April 2016 mit einer Delegation der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg die KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Herr Dudok wurde 1941 als 15jähriger verhaftet, weil er sich nicht ausweisen konnte. Zuerst eingesperrt im Gestapogefängnis in Nürnberg, wurde er dann nach Auschwitz transportiert und kurz darauf im Konzentrationslager Flossenbürg interniert. 1944 wurde Herr Dudok ins Konzentrationslager Mauthausen überstellt. Hier war er wenige Wochen zur Quarantäne im Block 20 untergebracht. Anschließend kam er in das Konzentrationslager Gusen, wo er in verschiedenen Kommandos zur Zwangsarbeit eingesetzt wurde. Am 5. Mai 1945 wurde er befreit. Er war 19 Jahre alt und schwer gezeichnet von der Haft. Eineinhalb Jahre wurde er medizinisch behandelt, bevor er wieder zurück nach Hause kehren konnte. Niemand aus seinem Dorf rechnete noch mit seiner Rückkehr.

Bei seinem Besuch an den KZ-Gedenkstätten Mauthausen und Gusen wurde Herr Dudok von Bernhard Mühleder, Vermittler an beiden Gedenkstätten, begleitet.