Buchpräsentation Passau „Moritz Grote: Wasser. Rüstung. Zwangsarbeit.“
11.06.2026
Rückblick
Rund 100 Besucher*innen kamen am 11. Juni in die Aula der Gisela-Schulen Niedernburg in Passau, um die neue Studie Wasser. Rüstung. Zwangsarbeit kennenzulernen. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und zeigte die Bedeutung der weiteren Erforschung der KZ-Außenlager in Passau für die regionale Erinnerungskultur.
Im Mittelpunkt standen die bislang nur unzureichend erforschten Außenlager Passau I (1942–1945), Passau II (1944) sowie das Subkommando Passau III (1945). Die Studie beleuchtet die Ausbeutung von KZ-Häftlingen im Kraftwerksbau, in der Panzergetriebefertigung und bei Entladearbeiten. Darüber hinaus rekonstruiert sie die Architektur und Zusammensetzung der Lagerstandorte in und um Passau und untersucht die Rolle von Unternehmen, Behörden und SS-Akteuren bei der Organisation und Aufrechterhaltung der Zwangsarbeit.
Anhand bislang unbekannter Archivquellen und Fotografien werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Gefangenen ebenso sichtbar wie die konkreten Orte des Terrors. Die Publikation leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte der KZ-Zwangsarbeit in Passau.
Im anschließenden Gespräch diskutierten der Autor der Publikation, Moritz Grote, und der Leiter der Forschungsstelle der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Gregor Holzinger, die Geschichte der Passauer Außenlager und ihrer Akteure sowie Details zu den Recherchen. Auch das Publikum brachte sich intensiv ein und nutzte die Möglichkeit, inhaltliche Fragen zu stellen. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen bedankt sich herzlich beim Verein für Ostbairische Heimatforschung für die Kooperation!