Die Verbrechen endeten nicht mit der Befreiung von Auschwitz

27.01.2017

Am 27. Jänner 1945 wurden das Konzentrationslager Auschwitz und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der sowjetischen Armee befreit. Im Jahr 2005 erklärten die Vereinten Nationen diesen Tag zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

Die Verbrechen endeten nicht mit der Befreiung von Auschwitz
(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Stephan Matyus)

Nach 1945 ist Auschwitz allmählich zum universalen Symbol für den Massenmord an Juden, Roma und Sinti sowie für die Verbrechen des Nationalsozialismus insgesamt geworden. Doch diese Verbrechen beschränkten sich nicht auf Auschwitz. Sie fanden in weiten Teilen Europas und auch an zahlreichen Schauplätzen in Österreich statt. Viele dieser Orte sind heute nahezu vergessen.

Die Verbrechen endeten auch nicht mit der Befreiung von Auschwitz. Bereits vor dem 27. Jänner 1945 waren etwa 60.000 Gefangene des Lagers auf Transporte und Todesmärsche geschickt worden. Viele Tausende gelangten auf diese Weise in das Konzentrationslager Mauthausen. Dort führten Überfüllung, kaum vorhandene Versorgung und die systematische Ermordung von Kranken und „Geheimnisträgern“ zu einem Massensterben. Allein im April 1945 verzeichnete man im KZ Mauthausen mehr als 11.000 Todesfälle. Als letztes der KZ-Stammlager wurde Mauthausen am 5. Mai 1945 befreit. Mehr als 90.000 Gefangene waren dort ermordet worden.

Christian Dürr für die KZ-Gedenkstätte Mauthausen