GEH-DENK-SPUREN | dreitägige Wanderung in Erinnerung an die „Todesmärsche“
03.04.2025
31. März bis 3. April 2025 | anlässlich 80 Jahre "Todesmärsche" von Mauthausen/Gusen nach Gunskirchen
mit Angehörigenfamilien aus Israel, Australien und den USA, lokalen und regionalen Kooperationspartner*innen und Mitarbeiter*innen der KZ-Gedenkstätte Mauthausen
Im April 1945 wurden Tausende jüdische Menschen vom sogenannten „Zeltlager“ des KZ-Mauthausen sowie Gefangene des KZ-Gusen in dreitägigen Fußmärschen nach Gunskirchen (in der Nähe von Wels) getrieben. Diese Märsche werden „Todesmärsche“ genannt. Jene Menschen, die den Marsch überlebten, wurden in das Waldlager Gunskirchen gesperrt und waren dort fürchterlichen Haftbedingungen ausgesetzt. Mehr als 20.000 jüdische Häftlinge wurden im Waldlager Gunskirchen festgehalten, an die 6.000 verstarben. Auch in den Tagen und Wochen nach der Befreiung starben noch unzählige Häftlinge in umliegenden Notspitälern an den Folgen ihrer Gefangenschaft.
In Erinnerung an die Opfer gingen wir im Gedenkjahr 2025 den 65 Kilometer langen Weg von Mauthausen nach Gunskirchen. Während des Marsches wurden historische Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Familienmitglieder der zweiten und dritten Generation (aus Israel, Australien, den USA, …) erzählten aus den Erinnerungen ihrer Vorfahren. Die Informationen, Diskussionen und Begegnungen während des Rundgangs förderten den Austausch zwischen den Teilnehmern und brachten die Geschichte des Lagers Gunskirchen auch einem breiteren Publikum näher.
Zum Bericht „Gedenkmarsch von Mauthausen nach Gunskirchen“ – ORF Orientierung des Journalisten Marcus Marschalek.
In Kooperation mit:
