Buchpräsentation "Mauthausen vor Gericht"

12.06.2019

Am 11. Juni 2019 präsentierte die KZ-Gedenkstätte Mauthausen den 13. Band der Mauthausen Studien in Anwesenheit des Autors Christian Rabl. „Mauthausen vor Gericht“ befasst sich erstmals umfassend mit Ermittlungen und Prozessen gegen NS-Täter.

Buchpräsentation
(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen/Holly Kellner)

Fotogalerie (12)

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Nach der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen im Mai 1945 unterstützten die überlebenden Häftlinge die U.S. Army bei deren ersten Ermittlungen vor Ort, um die Täter festzunehmen und sie vor Gericht zu bringen. Die gerichtliche Ahndung der Gewaltverbrechen erstreckte sich auf alle vier alliierten Mächte; darüber hinaus wurden auch in vielen Ländern Mittel- und Osteuropas Prozesse geführt. Der Autor zeigt, dass es bei verurteilten NS-Tätern nach ihrer Haftentlassung keiner Reintegration in die deutsche und österreichische Nachkriegsgesellschaft bedurfte, da sie zu keinem Zeitpunkt außerhalb dieser Gesellschaften standen.

Christian Rabl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zeithistorischen Zentrums Melk und hat einen Lehrauftrag am Institut für Zeitgeschichte in Wien. Für seine Dissertation „Der KZ-Komplex Mauthausen vor Gericht“ wurde er 2018 mit dem Mauthausen-Memorial-Forschungspreis ausgezeichnet.

Das Buch ist ab sofort im gut sortierten Buchhandel erhältlich.