The Pink Triangle Issue

28.05.2018

Vor achtzig Jahren wurde das Konzentrationslager Mauthausen errichtet. Dort wurden auch Homosexuelle inhaftiert und gezwungen, einen rosa Winkel als Kennzeichen ihrer Homosexualität zu tragen. Doch auch lange nach der Befreiung wissen bis heute nur wenige Menschen von den Verbrechen an Homosexuellen in nationalsozialistischen Lagern. Leider endete die homophobe Gewalt nicht mit der Befreiung der Konzentrationslager, sondern ist weiterhin Alltag in über 70 Ländern.

The Pink Triangle Issue
(Foto: Serviceplan Group)

Das VANGARDIST Magazin arbeitet nun mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen zusammen, um eine Allianz gegen die andauernden Verletzungen der Rechte von LGBTQI+ Personen ins Leben zu rufen und um finanzielle Mittel für die Arbeit der NGO Rainbow Railroad zu sammeln.

Barbara Glück, Direktorin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen: „Es geht nicht nur um den Kampf für Menschenrechte, sondern auch um eine historische Verantwortung, der wir gerecht werden müssen. Obwohl die Anerkennung als Opfergruppe in Österreich zu spät erfolgte, war es dennoch ein wichtiger Schritt, Verantwortung für die Verfolgung von Homosexuellen in der Vergangenheit zu übernehmen und auf deren gesellschaftliche Gleichstellung hinzuarbeiten.“

Am 7. April 2018 reisten 80 Menschen aus zehn Ländern zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen und formten gemeinsam ein emotionales Symbol – den Rosa Winkel. An der Spitze des Dreiecks stand Barbara Glück (Direktorin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen) mit Julian Wiehl (Chefredakteur des VANGARDIST Magazins) sowie ein LGBTQI+ Mitglied, der der Folter in Jamaika mithilfe von Rainbow Railroad entkommen konnte.

Im Jahr 2018 wird gleichgeschlechtliche Liebe in mehr als 70 Ländern strafrechtlich verfolgt. In 12 Ländern steht darauf die Todesstrafe.

Am 17. Mai 2018 startete die weltweite virtuelle Petition „The Pink Triangle Issue“.

Julian Wiehl, Herausgeber des VANGARDIST Magazins: „Wir gedenken den homosexuellen Opfern von Mauthausen. Als Zeichen des Respekts vor ihrem ungerechtfertigten Tod, fordern wir heute ein breite Engagement gegen Homophobie. Denn Homophobie gehört der Vergangenheit an, nicht unserer Zukunft.”

Bobby Hrehoruk, Director of Development Rainbow Railroad: „Als Hommage an die Underground Railroad ist Rainbow Railroad eine internationale Organisation, die sich der Unterstützung von LGBTQI+ Personen widmet, die einen sicheren Hafen vor staatlich geförderter oder aktivierter Gewalt suchen. Seit unserer Gründung im Jahr 2006 haben wir über 300 Personen die Ausreise finanziert.“