Virtueller Guide der KZ-Gedenkstätte

10.05.2021

Ein neues Modul zum Konzentrationslager Gusen macht dessen bauliche Überreste in der Region sichtbar. Modul zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen bietet selbstgeführten Audiorundgang. Weitere Module zum regionalen Umfeld der beiden Konzentrationslager sind in Arbeit.

Virtueller Guide der KZ-Gedenkstätte
(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)

Während vom KZ Mauthausen viele bauliche Überreste vorhanden sind, wurde das ehemalige Zweiglager Gusen nach 1945 weitgehend zerstört und teilweise mit einer Siedlung überbaut. Die ursprünglichen Dimensionen des KZ Gusen sind heute für Interessierte daher schwer auszumachen.

Mit dem neuen Virtuellen Guide können Besucher*innen den Ort selbstständig erkunden. Sie können interaktiv nachverfolgen, welche Überreste des Lagers Gusen heute noch vorhanden sind, welche Ausdehnung es während der NS-Herrschaft hatte und wo sich heute Denkmäler und Erinnerungszeichen befinden. Mittels GPS können sich die Nutzer*innen über ihr Mobiltelefon vor Ort orientieren.

Technisch gesehen handelt es sich beim Virtuellen Guide um eine Progressive Web App (PWA). Diese Innovation kombiniert die Vorteile einer herkömmlichen APP mit denen einer Webseite. Die Inhalte können dynamisch verändert und angepasst werden. Auch ist die Gedenkstätte nicht mehr auf die großen App-Stores der Tech-Riesen angewiesen.

Die bereits bewährte Mauthausen Gedenkstätten-App wurde zur Gänze in dieses neue technische Format überführt und bietet BesucherInnen weiterhin die Möglichkeit von selbstgeführten Audiorundgängen über des Gedenkstättengeländes.

Erweiterungen sind bereits in Arbeit. Derzeit entstehen in Zusammenarbeit mit der Bewusstseinsregion Mauthausen – Gusen – St. Georgen zwei weitere Module, die das regionale Umfeld der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen behandeln.

Der Virtuelle Guide und seine ersten beiden Module zu den KZ Gusen und Mauthausen sind über die Webseite www.mm-tours.org abrufbar.