Weltjugendtag 2016 – KZ-Gedenkstätte Mauthausen im Zeichen internationaler Solidarität

01.08.2016

Weltjugendtag 2016 – KZ-Gedenkstätte Mauthausen im Zeichen internationaler Solidarität
(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen / Bernhard Mühleder)

Fotogalerie (5)

Zwischen 25. und 31. Juli 2016 nützten mehr als 6000 Jugendliche aus aller Welt die Durchreise durch Oberösterreich zum XXXI. Weltjugendtag, in Krakau (Polen) für einen Besuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Den Jugendlichen, die aus Frankreich, Italien, Spanien, sogar aus Argentinien, mit Bussen an die KZ-Gedenkstätte Mauthausen gekommen waren, wurde eine Smartphone-App zur Verfügung gestellt, die seit 7. Juli 2016 kostenlos im iTunes- und Google Play Store zum Download erhältlich ist. Mithilfe der App war es den BesucherInnen möglich, den Audioguide der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in 11 Sprachen auf ihrem Smartphone zu hören und sich mit integrierten virtuellen Karten leicht vor Ort zu orientieren. Auf diese Weise wurde den Jugendlichen die Möglichkeit zu einer individuellen Auseinandersetzung mit dem Holocaust gegeben und ihnen ein interaktiver Zugang zur Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers erschlossen. Zusätzlich bot die pädagogische Abteilung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen den Jugendlichen begleitete Rundgänge an. Rund 50 VermittlerInnen standen den internationalen BesucherInnen mit Informationen zur Geschichte des  Konzentrationslagers Mauthausen zur Seite.

Auch für die Verpflegung der jungen Menschen wurde gesorgt: Das Team des Bistro Mauthausen Memorial, eines vom Diakoniewerk inklusiv geführten Gastronomiebetriebes an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, versorgte die Jugendlichen mit tausenden Lunchboxen.

Der Besuch der jungen Pilger war für die KZ-Gedenkstätte Mauthausen ein deutliches Zeichen dafür, dass sich junge Menschen aus aller Welt bewusst mit der Geschichte des Nationalsozialismus beschäftigen wollen. Die Gedenkstätte war im Rahmen des Weltjugendtags somit nicht nur ein Ort der Begegnung im Zeichen der internationaler Solidarität sondern auch ein Ort, an dem BesucherInnen aus aller Welt aus der Geschichte für die Gegenwart und Zukunft lernen konnten.

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen möchte sich an dieser Stelle bei den Tourismusämtern, bei der Katholischen Kirche und der Polizei für Ihre freundliche Unterstützung und eine erfolgreiche Zusammenarbeit recht herzlich bedanken.